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Immer wenn ich in die Lechtaler Alpen fahre, bin ich fasziniert von der Ursprünglichkeit ihrer Natur. Alles ist direkt und intensiv. Ich spüre mich der Erde dort sehr verbunden, aber auch dem Himmel ganz nah, wenn die Wolken durch die Täler ziehen und sich vom Gipfel aus ein schönes Panorama auftut. Die kreisenden Adler machen dieses »Bild« perfekt.
Der Lech ist der einzige große Fluss der Alpen, der sich noch immer seinen eigenen Weg suchen kann. Seine seitlichen Hochtäler sind erst durch die Überwindung einer ca. 300 m hohen Stufe erreichbar. Vor Millionen Jahren hat der Lechtalgletscher diese Landschaft geformt. Bäche haben seitdem tiefe und wilde Seitenschluchten geschaffen, die sich nach oben in idyllische Hochtäler öffnen. Erst in den 60er Jahren wurden vom Lechtal aus Straßen in die südlichen Seitentäler gebaut. So auch die Hahntennjochstraße zwischen Elmen (Lechtal) und Imst (Inntal), die im Winter gesperrt ist, da sie über 30 Lawinenstriche und viele Murengebiete quert. Auf 1350 m Höhe zweigt man nach Boden ab, einem kleinen Bergbauerndorf. In 1600 m Höhe erreicht man Pfafflar, die älteste Höhensiedlung Tirols. 800 Jahre schon trotzen dort einige Blockhütten den harten und langen Wintern. |
![]() Die Siedlung Ebele |